Nachdem im ersten und 2. Quartal 2025 noch erhebliche Auswirkungen der US-amerikanischen Zollpolitik zu bewältigen waren, überraschte insbesondere das vierte Quartal positiv. Auf Jahressicht belief sich das reale BIP-Wachstum für die Eurozone auf 1,5 %. Spanien wies erneut gute Wachstumszahlen auf, Deutschland konnte sich im 3. Quartal aus der Stagnation lösen.
Nach zwei rezessiven Jahren in Österreich setzte sich eine langsame Erholung fort und summierte sich zu einem realen BIP-Wachstum von 0,6 % im Jahr 2025. Der private Konsum erholte sich im 4. Quartal und der öffentliche Konsum blieb weiterhin unterstützend. Auch die Exportsituation entspannte sich im Schlussquartal.
Stabile und sogar moderat steigende Verbraucherstimmung sowie Investitionen brachten das reale BIP-Wachstum für Zentral- und Osteuropa (CEE) auf einen regionalen Durchschnitt von 2,3 % auf Jahressicht. Im oberen Feld lagen Polen und Kroatien mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von 3,6 % bzw. 3,2 %. Ungarn und die Slowakei rangierten am unteren Ende mit 0,4 % bzw. 0,8 %.
Die Eurozone schloss das Jahr 2025 mit einer Teuerungsrate von 2,1 %. Getrieben von weiterhin hoher Kerninflation (Dienstleister) und Energiepreisen stieg die Inflation in Österreich im Gesamtjahr auf 3,6 % (2024: 2,9 %). Auch die Inflation in CEE lag mit 4,1 % (2024: 3,7 %) deutlich über den Vorjahreswerten und dem Durchschnitt der Eurozone. Rumänien verzeichnete mit 7,3 % die höchste Teuerungsrate, Slowenien mit 2,4 % die niedrigste.