Angabepflicht SBM-1 – Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette
Die VIG ist die führende Versicherungsgruppe in Zentral- und Osteuropa und gut diversifiziert. Sie besteht aus der börsennotierten VIG Holding sowie rund 50 Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen in 30 Ländern in Zentral- und Osteuropa. Sie verfolgt, basierend auf dem Prinzip des lokalen Unternehmertums, einen dezentralen Managementansatz, um die unterschiedlichen Anforderungen der Märkte, in denen sie tätig ist, bestmöglich zu erfüllen. Die dezentrale Organisationsstruktur gibt dem lokalen Management und den Mitarbeitenden der VIG-Gesellschaften die notwendige Flexibilität für ihre Geschäftstätigkeit. So können Produkte und Vertrieb optimal an lokale Gegebenheiten angepasst werden. Zur Erfüllung ihres Auftrags beschäftigt die VIG rund 30.000 Mitarbeitende.
Die VIG betreut insgesamt rund 33.300.000 Kund:innen, darunter Privatpersonen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Großunternehmen. Die VIG Holding selbst hat kein Privatkund:innen- und kein KMU-Geschäft. Dieses Geschäft wird in den lokalen Versicherungsgesellschaften der VIG betrieben. Die VIG Holding wickelt das Großkund:innengeschäft sowohl selbst als auch über die lokalen Versicherungsgesellschaften der VIG ab. Die Vienna Insurance Group legt Wert auf die Nähe zu ihren Kund:innen und verfolgt zu diesem Zweck einen Multikanalvertriebs-Ansatz. Die zur VIG gehörenden Versicherungsgesellschaften bieten Versicherungslösungen an, die an die lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse der Kund:innen und Versicherungsnehmer:innen angepasst sind. Das Versicherungsportfolio der VIG ist vielfältig, umfassend und deckt ein breites Spektrum an Bedürfnissen sowohl von Privatpersonen als auch von Unternehmen ab. Neben der Sachversicherung gibt es Angebote wie Krankenzusatzversicherungen, Pflegeversicherungen, Kapitalversicherungen, Risikolebensversicherungen und anlageorientierte Produkte, die den spezifischen Anforderungen der Kund:innen entsprechen.
Die VIG-Gesellschaften sind für ein großes Kapitalvolumen verantwortlich, weshalb Sicherheit und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt der Anlagestrategie stehen. Sorgfalt leitet auch die Rückversicherungsprinzipien: Für einen optimalen Risikoausgleich werden übernommene Risiken teilweise auf Gruppenebene gebündelt und teilweise am internationalen Rückversicherungsmarkt platziert. Die Versicherungsgesellschaften legen den entsprechenden Teil der geleisteten Prämienzahlungen so an, dass sie den Verpflichtungen gegenüber ihren Versicherungsnehmer:innen jederzeit und in vollem Umfang nachkommen können. Bei den Investitionen steht die Sicherheit im Mittelpunkt, weshalb gute Bonitäten und stabile Erträge bevorzugt werden. Weitere Informationen hierzu finden sich im Konzernabschluss im Kapitel „Risikostrategie und Risikomanagement“ sowie im Bericht über die Solvabilität und Finanzlage, der auf der Homepage des Unternehmens verfügbar ist (siehe Website). Die verantwortungsvolle Investitions-, Versicherungs- und Rückversicherungspraxis der VIG spiegelt sich auch in den Bereichen Umweltaspekte und soziale Verantwortung wider. Dazu gehört der Ausschluss bestimmter (Teil-)Sektoren/Emittenten aus dem Anlageuniversum und dem Bereich Underwriting (siehe Website). Die Ausschlusskriterien werden im Kapitel ESRS E1-2 „Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel“ beschrieben. Zusätzlich überwacht und steuert die VIG wesentliche Teile ihres Anlage- und Risikoportfolios unter ökologischen Aspekten, insbesondere den CO2-Ausstoß.
Eine zum IFRS-Konzernabschluss abweichende Aufschlüsselung der Gesamteinnahmen ist gemäß den Vorgaben von ESRS nicht erforderlich. Die in der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 ausgewiesenen Umsätze umfassen das Versicherungsgeschäft ausgestellter Versicherungsverträge. Diese Umsätze sind in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Versicherungstechnische Erträge ausgestellter Versicherungsverträge“ dargestellt und betrugen im Jahr 2025 TEUR 13.195.975 (2024: TEUR 12.138.477).
Die in ESRS 2 SBM-1 § 40d geforderten Angaben zu zusätzlichen maßgeblichen ESRS-Sektoren beziehen sich gemäß den Klarstellungen der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) auf die direkten Umsätze aus Sektoren der eigenen Geschäftstätigkeit und nicht auf die der Versicherungsnehmer:innen oder investierten Unternehmen. Die VIG selbst erzielt keine Einnahmen aus Aktivitäten, die mit fossilen Brennstoffen, der Herstellung von Chemikalien, umstrittenen Waffen oder dem Anbau und der Produktion von Tabak verbunden sind. Folglich findet dieser Datenpunkt für die VIG keine Anwendung.
Strategische Nachhaltigkeitsausrichtung
Wesentliche Elemente der allgemeinen Nachhaltigkeitsbestrebungen der VIG sind im Strategieprogramm dargelegt, welches das VIG-Nachhaltigkeitsprogramm als integralen Bestandteil enthält. Das bisherige Strategieprogramm VIG25 wurde mit Jahresbeginn 2026 für die nächsten drei Jahre aktualisiert. Die neue Strategie „evolve28“ umfasst die Gruppenstrategie, Werte und Gruppenprogramme. Weitere Details sind in den Kapiteln „Gruppenstrategie evolve28“ und „Nachhaltigkeitsprogramm“ im Konzernbericht beschrieben. Nachhaltigkeit bleibt dabei ein wesentliches Element und ist als eines von fünf Gruppenprogrammen in der VIG verankert. Die Programme unterstützen die Umsetzung der individuellen Unternehmensstrategien, basierend auf dem Prinzip des lokalen Unternehmertums, und bauen auf den Trends der kommenden Jahre auf. Die soziale und ökologische Verantwortung der VIG ist im VIG-Nachhaltigkeitsprogramm beschrieben und definiert sechs Wirkungsfelder, die aktiv in der VIG gesteuert werden. Die drei Wirkungsfelder eigener Bürobetrieb, Underwriting und Veranlagung fokussieren vorwiegend auf ökologische Aspekte und die drei Bereiche Mitarbeitende, Kund:innen und Gesellschaften auf vorwiegend soziale Aspekte.
In Bezug auf die ökologische Verantwortung wird ein Schwerpunkt auf die Emissionsreduktion gelegt. Die VIG bekennt sich dabei zum 1,5-Grad-Ziel von Paris bis 2050. Ausführliche Informationen zum Übergangsplan, zu den Klimazielen und damit einhergehenden Maßnahmen, die zur Erreichung der Emissionsreduktionsziele beitragen sollen, sind in den Kapiteln ESRS E1-1 „Übergangsplan für den Klimaschutz“, ESRS E1-2 „Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel“ sowie ESRS E1-3 „Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten“ enthalten. Das Nachhaltigkeitsprogramm der VIG definiert für die drei ökologischen Wirkungsfelder Hebel, um einerseits die Emissionsreduktion zu erreichen, andererseits aber auch um darüber hinaus einen nachhaltigen Beitrag zu leisten.
Im Bereich der Veranlagung setzt die VIG auf die Umsetzung eines Engagement-Ansatzes, den Ausbau grüner Investitionen und hat darüber hinaus Ausschlusskriterien für spezielle Sektoren sowie im Zusammenhang mit dem Verstoß gegen Menschenrechte und den Prinzipien des UN Global Compact definiert. Im Underwriting gelten – ebenso wie in der Veranlagung – der Engagement-Ansatz und definierte Ausschlusskriterien. Darüber hinaus bietet die VIG Produkte und Services an, welche die Kund:innen dabei unterstützen sollen, sich besser an den Klimawandel anzupassen. In beiden Wirkungsfeldern bildet das gruppenweite Carbon Accounting die Basis zur Emissionsreduktion.
Die VIG bietet Versicherungsnehmer:innen eine breite Palette von Versicherungsprodukten und -dienstleistungen an, die auf die Bedürfnisse der verschiedenen Segmente (Firmenkund:innengeschäft, KMUs und Privatkund:innengeschäft) der Versicherungsnehmer:innen zugeschnitten sind. Die Produktpalette besteht dabei unter anderem aus Kraftfahrzeughaftpflicht- und Kasko-, Unfall-, Haftpflicht-, Feuer- und Elementarschäden- sowie Reiseversicherung. In Bezug zu Nachhaltigkeitsaspekten haben lokale Versicherungsgesellschaften Deckungserweiterungen in den einzelnen Produkten eingeführt, welche die Einführung umweltfreundlicher Technologien fördern und Bemühungen zur Minderung des Klimarisikos unterstützen. Derartige Produkte werden nur eingeführt, wenn das Risiko versicherbar ist, das Produkt am Markt akzeptiert wird, eine adäquate Rückversicherungsdeckung verfügbar ist und somit auch die Kriterien für finanzielle Nachhaltigkeit erfüllt sind.
Zu den Vorteilen der Produktgestaltung für Kund:innen gehören neben einer umfassenden Risikoabdeckung auch eine konservative Anlage- und Rückversicherungspolitik. Auch andere Interessenträger:innen profitieren vom Engagement der VIG in den Bereichen Nachhaltigkeit, Mitarbeitendenentwicklung und soziale Unternehmensverantwortung. Mit dem Versprechen „Schützen, was zählt“ möchte die VIG dazu beitragen, bestehende Versicherungslücken zu schließen, die Resilienz der Bevölkerung zu erhöhen und damit einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten.
Resilienz bedeutet für die VIG auch, dass insbesondere Konsument:innen sich der alltäglichen Risken bewusst sind und Möglichkeiten zur Mitigation kennen. Nur wer seine Risiken kennt, kann sich davor bewusst schützen. Daher setzt die VIG einerseits auf das Fördern von insbesondere Risikoleben-, Unfall- und Eigenheimversicherungen und andererseits treibt sie die Risikokompetenz (Risk Literacy) in der Bevölkerung voran. Details dazu sind in ESRS S4 „Verbraucher:innen und Endnutzer:innen“ näher beschrieben. Einzelheiten zu den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, welche die Grundlage für die Beurteilung der Geschäftsentwicklung bilden, sind im Konzernlagebericht im Kapitel „Finanzielle Leistungsindikatoren“ beschrieben.
Die VIG bietet zudem im Rahmen des Betreuungsprozesses umfassende Serviceangebote für Großkund:innen an. Das Gruppenunternehmen der VIG, die Risk Consult Sicherheits- & Risiko- Managementberatung GmbH (Risk Consult), führt speziell für Großunternehmen Analysen von Naturgefahrenrisiken durch. Dabei nutzt es mathematische Modelle und lokale Faktoren, um potenzielle Bedrohungen genau einschätzen zu können. In einigen Fällen wird der Versicherungsschutz von der Umsetzung dieser empfohlenen Maßnahmen abhängig gemacht, sodass Versicherungsnehmer:innen besser gegen Naturgefahren geschützt sind. Details dazu sind in ESRS E1-3 „Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten“ beschrieben.
Im Kfz-Bereich sind die lokalen Versicherungsgesellschaften eng an die Entwicklung des Fahrzeugmarkts innerhalb der Länder gebunden. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist in allen VIG-Ländern (außer Georgien) obligatorisch, weshalb für Versicherungsgesellschaften wenig Handlungsmöglichkeiten bestehen; zusätzlich ist die Deckung der Gefährdungshaftung gesellschaftlich relevant (Resilienz). Als großer Autoversicherer in Zentral- und Ostereuropa möchte die VIG Verantwortung übernehmen und setzt im Rahmen ihres Nachhaltigkeitsprogramms Maßnahmen für sicheres und umweltbewusstes Fahren. In Österreich zum Beispiel ist die Versicherungsbranche daran interessiert, die Sensibilität von Privatkund:innen und KMUs für die Auswirkungen des Klimawandels zu erhöhen. Daher wird das „Kuratorium für Verkehrssicherheit“ unter anderen von der österreichischen Versicherungsbranche mitfinanziert. Ursprünglich gegründet, um die Sensibilität im Bereich des Verkehrs zu erhöhen und die Zahl der Unfälle zu reduzieren, hat sich der Fokus in den letzten Jahren immer mehr auf die Auswirkungen des Klimawandels auf Sachschäden erweitert.
Im Bereich Bürobetrieb umfassen die Hebel zur Reduktion der eigenen Treibhausgasemissionen die Implementierung von Energiesparmaßnahmen, den Einsatz erneuerbarer Energien, umweltfreundliche Geschäftsreisen und Bewusstseinsbildung der Mitarbeitenden zum Thema Nachhaltigkeit.
Qualifizierte und motivierte Mitarbeitende spielen eine zentrale Rolle bei der Erbringung hochwertiger Versicherungsdienstleistungen für die Kund:innen. Deshalb wird großer Wert darauf gelegt, die Attraktivität als Arbeitgeberin kontinuierlich zu steigern und die Unternehmenskultur weiterzuentwickeln. Zudem ist die IT ein wesentlicher Faktor für operative Leistungsfähigkeit und darauf fokussiert, höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten und regulatorische Vorgaben umzusetzen. In der VIG ist in zumindest allen (Rück-)Versicherungsgesellschaften, Asset-Management-Gesellschaften und Pensionskassen, sofern die VIG Holding (direkt oder indirekt) mehr als 50 % der Anteile hält, ein umfassendes und effektives Compliance-Management-System eingerichtet, das die Einhaltung regulatorischer Vorschriften sicherstellt. Weitere Details dazu sind in den jeweiligen Themenkapiteln zu finden.
Beiträge der VIG zu den UNGC-Prinzipien
Im Rahmen der Nachhaltigkeitsbestrebungen bekennt sich die VIG bereits seit 2021 zum United Nations Global Compact (UNGC) bzw. zu dessen zehn Prinzipien und legt jährlich einen Fortschrittsbericht vor, mit dem sie über ihren Beitrag zu diesen Prinzipien informiert. Diese Prinzipien werden in der VIG unter anderem bei ihren Investitionsentscheidungen berücksichtigt und sind Bestandteil der Deklaration „Verantwortungsvolles Investieren“. Nachfolgende Tabelle gibt an, in welchen Kapiteln in der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung die Beiträge der VIG zu den UNGC-Prinzipien behandelt werden.
Menschenrechte
Prinzip 1 – Unternehmen sollen den Schutz der internationalen Menschenrechte unterstützen und achten.
| Angabepflicht | Absätze in der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung | |
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ESRS 2 SBM-3 |
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ESRS 2 IRO-2 |
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ESRS 2 MDR-P |
Konzepte zum Umgang mit wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten |
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ESRS S1.SBM-2 |
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ESRS S1-1 |
Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens |
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ESRS S1-17 |
Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten |
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ESRS S4-1 |
Konzepte im Zusammenhang mit Verbraucher:innen und Endnutzer:innen |
Prinzip 2 – Unternehmen sollen sicherstellen, dass sie sich nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig machen.
| Angabepflicht | Absätze in der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung | |
|
ESRS 2 SBM-3 |
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|
ESRS 2 IRO-2 |
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|
ESRS 2 MDR-P |
Konzepte zum Umgang mit wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten |
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ESRS S1.SBM-2 |
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ESRS S1-1 |
Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens |
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|
ESRS S1-17 |
Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten |
|
|
ESRS S4-1 |
Konzepte im Zusammenhang mit Verbraucher:innen und Endnutzer:innen |
Arbeitsnormen
Prinzip 3 – Unternehmen sollen die Vereinigungsfreiheit und die wirksame Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen wahren.
| Angabepflicht | Absätze in der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung | |
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ESRS 2 SBM-3 |
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ESRS 2 MDR-P |
Konzepte zum Umgang mit wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten |
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ESRS S1.SBM-2 |
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ESRS S1-1 |
Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens |
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ESRS S1-8 |
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ESRS S1-11 |
Prinzip 4 – Unternehmen sollen für die Beseitigung aller Formen von Zwangsarbeit eintreten.
| Angabepflicht | Absätze in der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung | |
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ESRS 2 SBM-3 |
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|
ESRS 2 IRO-2 |
||
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ESRS S1.SBM-2 |
Prinzip 5 – Unternehmen sollen für die Abschaffung von Kinderarbeit eintreten.
| Angabepflicht | Absätze in der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung | |
|
ESRS 2 SBM-3 |
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|
ESRS 2 IRO-2 |
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|
ESRS 2 MDR-P |
Konzepte zum Umgang mit wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten |
|
|
ESRS S1.SBM-2 |
Prinzip 6 – Unternehmen sollen für die Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Erwerbstätigkeit eintreten.
| Angabepflicht | Absätze in der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung | |
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ESRS 2 SBM-3 |
||
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ESRS 2 IRO-2 |
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ESRS 2 MDR-P |
Konzepte zum Umgang mit wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten |
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|
ESRS S1.SBM-2 |
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|
ESRS S1-1 |
Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens |
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ESRS S1-17 |
Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten |
Umwelt
Prinzip 7 – Unternehmen sollen im Umgang mit Umweltproblemen dem Vorsorgeprinzip folgen.
| Angabepflicht | Absätze in der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung | |
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ESRS 2 GOV-3 |
Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme |
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|
ESRS 2 GOV-5 |
Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme |
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ESRS 2 SBM-1 |
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ESRS 2 SBM-2 |
||
|
ESRS 2 SBM-3 |
||
|
ESRS 2 IRO-2 |
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|
ESRS 2 MDR-P |
Konzepte zum Umgang mit wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten |
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ESRS 2 MDR-T |
Nachverfolgung der Wirksamkeit von Strategien und Maßnahmen durch Zielvorgaben |
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– |
Angaben nach Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 (Taxonomie-Verordnung) |
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ESRS E1 |
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|
ESRS S4-4 |
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ESRS G1 |
Prinzip 8 – Unternehmen sollen Initiativen ergreifen, um größeres Umweltbewusstsein zu fördern.
| Angabepflicht | Absätze in der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung | |
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ESRS 2 SBM-2 |
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ESRS 2 SBM-3 |
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|
ESRS E1 |
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ESRS S4-1 |
Konzepte im Zusammenhang mit Verbraucher:innen und Endnutzer:innen |
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ESRS G1 |
Prinzip 9 – Unternehmen sollen die Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien beschleunigen.
| Angabepflicht | Absätze in der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung | |
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ESRS 2 SBM-1 |
||
|
ESRS 2 SBM-3 |
||
|
ESRS E1.SBM-3 |
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|
ESRS E1-1 |
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|
ESRS E1-3 |
||
|
ESRS S4-4 |
Korruptionsprävention
Prinzip 10 – Unternehmen sollen gegen alle Arten der Korruption eintreten, einschließlich Erpressung und Bestechung.
| Angabepflicht | Absätze in der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung | |
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ESRS 2 SBM-3 |
||
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ESRS 2 IRO-2 |
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ESRS 2 MDR-P |
Konzepte zum Umgang mit wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten |
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ESRS S1.SBM-3 |
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ESRS S1-1 |
Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens |
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ESRS G1-1 |
||
|
ESRS G1-3 |
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ESRS G1-4 |
Die VIG tauscht sich aktiv mit ihren Interessenträger:innen aus, um deren Anliegen und Erwartungen zu verstehen, was zur Verfeinerung der Strategien und zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung beiträgt (siehe auch Kapitel ESRS 2 SBM-2 „Interessen und Standpunkte der Interessenträger:innen“).
Um diese Leistungen effizient und wirkungsvoll zu erbringen, stützt sich die VIG auf eine breit angelegte Wertschöpfungskette.
Wertschöpfungskette der VIG
In der vorgelagerten Wertschöpfungskette, die sowohl Dienstleistungs- als auch Sachmittellieferant:innen umfasst, spielen die wesentlichen Themen gemäß ESRS nur eine untergeordnete Rolle und werden in weiterer Folge nicht in der Datenerhebung inkludiert. Der eigene Büro- bzw. Geschäftsbetrieb umfasst sowohl das Management und die Administration, das Underwriting und Risikomanagement, das Schadenmanagement, die Schadenregulierung als auch den Vertrieb, die Beratung und die Kund:innenbetreuung. Die Versicherungskund:innen und investierte Unternehmen sind der nachgelagerten Wertschöpfungskette zuzuordnen.
Angabepflicht SBM-2 – Interessen und Standpunkte der Interessenträger:innen
Die Einbindung von Interessenträger:innen, die von Versicherungsnehmer:innen, Vertriebs- und Geschäftspartner:innen, Fachöffentlichkeit, (potenzielle) Mitarbeitende, Aktionär:innen/Investor:innen bis hin zu NGOs, Gesellschaft, Presse und Behörden reichen, ist ein wichtiger Bestandteil des Ansatzes für unternehmerische Verantwortung und erfolgt durch unterschiedliche Dialogformate. Durch die Einbeziehung der Ansichten der Interessenträger:innen stellt die VIG Holding sicher, dass ihre Nachhaltigkeitsbemühungen relevant und effektiv bleiben.
Wesentliche Stakeholder |
Dialogformat |
Zweck/Themen |
Ergebnis |
Information an den Vorstand |
|---|---|---|---|---|
Versicherungsnehmer:innen |
Kontakt über persönliche Betreuung, Servicestellen oder per Video, Telefon und E-Mail |
Die Einbeziehung von Versicherungsnehmer:innen ermöglicht es, Anforderungen in Bezug auf Herausforderungen und Bedürfnisse rechtzeitig zu erkennen und Dienstleistungen gegebenenfalls anzupassen. |
Im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wird fortwährend evaluiert, wie die Kund:innenbedürfnisse durch die Produkt- und Dienstleistungsangebote erfüllt werden können. |
Regelmäßiger Austausch |
Fachöffentlichkeit |
Mitgliedschaft in Versicherungsverbänden und Nachhaltigkeitsinitiativen; |
Die Einbindung der Fachöffentlichkeit ermöglicht es, fachliche Herausforderungen, Trends und Bedürfnisse frühzeitig zu identifizieren und Schwerpunktthemen gemeinsam weiterzuentwickeln. |
Wesentliches Ergebnis ist die Schaffung eines gemeinsamen Verständnisses für branchenspezifische Standards, wie z. B. dem PCAF-Standard zur Berechnung der finanzierten und versicherungsbedingten Emissionen sowie die Berücksichtigung von globalen Nachhaltigkeitsinitiativen im Geschäftsmodell der VIG (z. B. zehn Prinzipien des UN Global Compact). |
Anlassbezogen |
Vertriebs- und Geschäftspartner:innen |
Persönliche Kontakte; |
Der kontinuierliche Austausch mit Vertriebs- & Geschäftspartner:innen dient dazu, Probleme im Zusammenhang mit deren Tätigkeiten zeitnah zu lösen und ein einheitliches Verständnis der aktuellen Herausforderungen zu schaffen. |
Durch den laufenden Dialog soll eine zeitnahe Bearbeitung von Anfragen und Beschwerden, die über entsprechende Kanäle eingehen, sichergestellt werden sowie u. a. individuelle, branchenabhängige Sicherheitskonzepte (z. B. in Bezug auf Naturgefahren) angeboten werden. |
Anlassbezogen |
Investierte und potenziell investierbare Unternehmen |
ESG-Anlagestrategie (Verantwortungsvolles Investieren) Aktiver Dialog (Engagement): |
Das Ziel des Dialogs mit den investierten und potenziell investierbaren Unternehmen besteht beispielsweise darin, ESG-Themen konkret anzusprechen, Verbesserungspotenziale zu identifizieren und die Transparenz der ESG-Daten zu erhöhen. |
Den Anleger:innen geht es insbesondere um die finanzielle Leistung, das Risikomanagement und die Einbeziehung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien in die Geschäftspraktiken. Der Dialog hat Produkte wie grüne Altersvorsorge, die Veranlagung in Grüne Anleihen (Green Bonds) als auch die Integration von Nachhaltigkeitskriterien in die Investitionsprozesse vorangetrieben. |
Anlassbezogen |
(Potenzielle) Mitarbeitende |
(Virtuelle) Veranstaltungen; |
Das Feedback in Bezug auf Arbeitsbedingungen, Sicherheit und Wohlbefinden wird bei der Entscheidungsfindung entsprechend berücksichtigt. Dieser Austausch ermöglicht es, über neu aufkommende Herausforderungen und bestehende Verfahren auf dem Laufenden zu bleiben, um somit die Entwicklung von Programmen und Konzepten zu erarbeiten, die Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion innerhalb der Belegschaft fördern. |
Flexibilität bei der lokalen Umsetzung führt zu einer großen Bandbreite an Maßnahmen und Lösungen. Sie reichen von Diversitätstrainings bis zu Programmen, um das generations- und nationalitätsübergreifende Lernen zu stärken. |
Regelmäßiger Austausch |
Aktionäre/(Potenzielle) Anleger:innen |
Kontinuierliche Kapitalmarktinformation; |
Durch den kontinuierlichen Austausch und die Einbeziehung von Investor:innen vermittelt die VIG ein klares Bild ihrer Unternehmensstrategie und laufenden Geschäftsentwicklung und kommuniziert externe Trends und die Bedürfnisse und Anforderungen des Kapitalmarkts nach innen. |
Die Maßnahmen der VIG zur Einbeziehung ihrer Interessenträger:innen schaffen mehr Transparenz sowohl in der externen Berichterstattung durch ein klares Verständnis der Strategie- und der Geschäftsentwicklung als auch intern im Hinblick auf die Erwartungen der Kapitalmarktteilnehmer: innen. |
Regelmäßiger Austausch |
NGOs (Nichtregierungsorganisationen) |
Laufender persönlicher oder virtueller Dialog mit Umweltschutzorganisationen |
Die VIG führt Gespräche mit relevanten NGOs zum Austausch zu Umwelt- und Klimathemen. |
Die Einbeziehung der Interessenträger:innen ermöglicht einen Wissenstransfer und die Schaffung eines gemeinsamen Verständnisses, u. a. in Bezug auf die Klimaziele und -maßnahmen der VIG. |
Regelmäßiger Austausch |
Gesellschaft, Presse, Behörden |
Pressekonferenzen und Interviews; |
Die VIG pflegt einen laufenden proaktiven Dialog mit Gesellschaft, Presse, Behörden, um aktuelle Themen der VIG in Bezug auf Strategie und/oder nachhaltigkeitsbezogene Themen zeitnah zu kommunizieren und um ein Verständnis für die Erwartungen der Gesellschaft zu entwickeln. |
Durch regelmäßige Pressearbeit wird mehr Transparenz und Verständnis für eine positive Positionierung der VIG geschaffen. Dies wird auch durch die Förderung von ausgewählten Kultur- und Sozialprojekten unterstützt. |
Regelmäßiger Austausch |
Je nach Thema und Interessenträger:innen bietet die VIG verschiedene Möglichkeiten für eine Kontaktaufnahme an, damit deren Anliegen eingebracht werden können. Zudem haben die VIG-Versicherungsgesellschaften einen großen Entscheidungsspielraum auf lokaler Ebene, um auf die Bedürfnisse lokaler Interessenträger:innen bestmöglich einzugehen. Anliegen zum Thema Nachhaltigkeit in der VIG Holding: Group Sustainability Office (GSO), E-Mail: GroupSustainabilityOffice@vig.com.
Die Erkenntnisse aus diesem Dialog fließen in diverse Maßnahmen ein. Neben den oben angeführten Maßnahmen betreffen sie auch die Weiterentwicklung der IT-Sicherheits- und Datenschutzthemen. Zudem wurde der Multikanalvertriebsansatz, der den Direktvertrieb, Makler:innen, Agent:innen, Bancassurance-Partnerschaften und digitale Plattformen umfasst, weiter optimiert, um eine umfassende Kund:innenbetreuung und Erreichbarkeit zu gewährleisten. Weitere Informationen sind im Kapitel ESRS 2 SBM-1 „Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette“ beschrieben.
Auch in Zukunft will die VIG im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsbestrebungen ihren Fokus auf digitale Innovationen legen. Es soll die Nutzung digitaler Plattformen gesteigert werden, um die Interaktion mit den Kund:innen zu verbessern und ihre Marktreichweite zu vergrößern. Dazu gehört die Entwicklung neuer digitaler Tools und Services, die den Versicherungsnehmer:innen einen Mehrwert bieten. Darüber hinaus sind weitere Prozessvereinfachungen und -automatisierungen geplant, um die Produktivität, die Effizienz und damit auch den Kund:innenservice zu steigern. Zur Unterstützung ihrer Nachhaltigkeitsziele werden über den Engagement-Anbieter ISS ESG seit 2023 im Rahmen des VIG Engagement-Ansatzes investierte Unternehmen angehalten, sich bis 2050 ebenfalls zu einem Netto-Null-Ausstoß von Treibhausgasen zu verpflichten, mittelfristige Reduktionsziele (2025–2030) festzulegen sowie Dekarbonisierungsstrategien im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen zu entwickeln. Weitere geplante Schritte sind die Förderung der Risikokompetenz in den VIG-Märkten sowie gegebenenfalls eine thematische Erweiterung des Nachhaltigkeitsprogramms der Vienna Insurance Group unter Berücksichtigung aktueller Trends und Entwicklungen.
Die VIG Holding stellt sicher, dass der Vorstand und der Aufsichtsrat durch einen strukturierten und umfassenden Ansatz, der unter ESRS 2 GOV-2 „Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen“ beschrieben wird, über die Ansichten der Interessenträger:innen in Bezug auf nachhaltigkeitsbezogene Auswirkungen informiert werden.
Angabepflicht SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
In der nachfolgenden Tabelle werden die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen der Vienna Insurance Group im Überblick dargestellt.
Wesentliche Auswirkungen, Chancen und Risiken
Unterthema |
Beschreibung |
Bewertung |
Zeithorizont* |
Wertschöpfungskette |
Berichtsscope |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Klimaschutz Energie |
Beitrag zur globalen Erwärmung durch Treibhausgasemissionen und den Verbrauch nicht erneuerbarer Energien im Zusammenhang mit den (Rück-)Versicherungsprodukten der VIG, Investitionen in emissionsintensive Sektoren sowie dem eigenen Bürobetrieb. |
Tatsächliche negative Auswirkung |
K/M/L |
Eigener Bürobetrieb Underwriting: Großkund:innen/ Privatkund:innen Veranlagung |
Vollkonsolidierte Gesellschaften inkl. at-equity Gesellschaften in ESRS E1-6 „THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen“ |
||
Anpassung an den Klimawandel |
Gestiegene Häufigkeit und Schwere von Schadensfällen aufgrund extremer Wetterereignisse und Naturkatastrophen sowie mangelndes Bewusstsein, unzureichende Risikoeinschätzung und/oder fehlende Maßnahmen der Kund:innen zur Verringerung der Auswirkungen versicherter Ereignisse. |
Risiko |
K/M/L |
Underwriting: Großkund:innen/ Privatkund:innen |
Vollkonsolidierte Versicherungsgesellschaften |
||
Anpassung an den Klimawandel & Klimaschutz |
Wertverluste bei Kapitalanlagen („stranded assets“/Transitionsrisiko) sowie das Risiko negativer Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit der Schuldner:innen infolge der Zunahme von Extremwetterereignissen/Naturkatastrophen (physisches Risiko). |
Risiko |
K/M/L |
Veranlagung |
Vollkonsolidierte Gesellschaften |
||
Klimaschutz |
Investitionen in und/oder das Versichern von Unternehmen, die ihre Auswirkungen auf den Klimawandel nicht angemessen berücksichtigen, können negative Medienberichterstattung und Reputationsschäden verursachen, die finanzielle Verluste zur Folge haben können. |
Risiko |
K/M/L |
Underwriting: Großkund:innen; Veranlagung |
Vollkonsolidierte Gesellschaften |
||
Klimaschutz |
Anlagemöglichkeiten in grüne/nachhaltige Anleihen. |
Chancen |
L |
Veranlagung |
Vollkonsolidierte Gesellschaften |
||
Anpassung an den Klimawandel, Klimaschutz & Energie |
Potenzielle Erweiterung des Produktangebots und der Marktreichweite aufgrund eines steigenden Interesses an Versicherungsprodukten, die extreme Klimaereignisse abdecken. |
Chancen |
K/M/L |
Underwriting: Großkund:innen/ Privatkund:innen |
Vollkonsolidierte Versicherungsgesellschaften |
||
|
|||||||
Unterthema |
Beschreibung |
Bewertung |
Zeithorizont* |
Wertschöpfungskette |
Berichtsscope |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Arbeitsbedingungen |
Faire Behandlung der VIG Mitarbeitenden durch Möglichkeiten zum sozialen Dialog, Vereinigungsfreiheit und Einbeziehung von Arbeitnehmervertretungen in Entscheidungen. |
Tatsächliche positive Auswirkung |
K/M/L |
Eigener Bürobetrieb |
Vollkonsolidierte Gesellschaften |
||
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle |
Positive Auswirkungen auf die Qualifikationen und Karrierechancen der Mitarbeitenden durch Schulungen und Weiterbildungen. |
Tatsächliche positive Auswirkung |
K/M/L |
Eigener Bürobetrieb |
Vollkonsolidierte Gesellschaften |
||
Arbeitsbedingungen & Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle |
Eine angemessene und sichere Vergütung für VIG Mitarbeitende sichert ein stabiles und verlässliches Einkommen des Einzelnen. |
Tatsächliche positive Auswirkung |
K/M/L |
Eigener Bürobetrieb |
Vollkonsolidierte Gesellschaften |
||
Arbeitsbedingungen & Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle |
Attraktive Arbeitsbedingungen, die über die gesetzlichen Standards hinausgehen, führen zu einer höheren Zufriedenheit der Mitarbeitenden. |
Tatsächliche positive Auswirkung |
K/M/L |
Eigener Bürobetrieb |
Vollkonsolidierte Gesellschaften |
||
Unternehmensspezifische Angabe |
Der Einsatz fortschrittlicher technologischer Anwendungen und Künstlicher Intelligenz (KI) trägt zur Entwicklung neuer Lösungen, zur Automatisierung sich wiederholender Aufgaben und zur Optimierung des Ressourcenmanagements bei. |
Tatsächliche positive Auswirkung |
K/M/L |
Eigener Bürobetrieb |
Vollkonsolidierte Gesellschaften |
||
|
|||||||
Unterthema |
Beschreibung |
Bewertung |
Zeithorizont* |
Wertschöpfungskette |
Berichtsscope |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher:innen und/oder Endnutzer:innen |
Möglicherweise unzureichende oder irreführende Informationen seitens der VIG an Kund:innen könnten zu negativen Auswirkungen für Versicherungsnehmer:innen führen. |
Potenzielle negative Auswirkung |
K/M/L |
Underwriting: Privatkund:innen |
Vollkonsolidierte Versicherungsgesellschaften |
||
Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher:innen und/oder Endnutzer:innen |
Möglicherweise unzureichende oder irreführende Informationen seitens der VIG an Kund:innen könnten zu Reputationsschäden und dem Verlust von Geschäftsbeziehungen führen. |
Risiko |
K/M/L |
Underwriting: Privatkund:innen |
Vollkonsolidierte Versicherungsgesellschaften |
||
Persönliche Sicherheit von Verbraucher:innen und/oder Endnutzer:innen |
Der Verlust von Kund:innendaten könnte negative Auswirkungen auf Kund:innen haben. |
Potenzielle negative Auswirkung |
K/M/L |
Underwriting: Privatkund:innen |
Vollkonsolidierte Versicherungsgesellschaften |
||
Soziale Inklusion von Verbraucher:innen und/oder Endnutzer:innen |
Reduktion der Versicherungslücke durch Erweiterung des Zugangs zu Versicherungsprodukten, welche die persönliche Widerstandsfähigkeit stärken. |
Tatsächliche positive Auswirkung/Chance |
K/M/L |
Underwriting: Privatkund:innen |
Vollkonsolidierte Versicherungsgesellschaften |
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Unternehmensspezifische Angabe |
Förderung der Risikokompetenz, um möglichst vielen Verbraucher:innen und Endnutzer:innen – unabhängig davon, ob sie Versicherungsnehmer:innen der VIG sind oder nicht – zu ermöglichen, informierte und überlegte Entscheidungen in Bezug auf die Risiken zu treffen, denen sie ausgesetzt sind. |
Tatsächliche positive Auswirkung |
K/M/L |
Underwriting: Privatkund:innen |
Vollkonsolidierte Versicherungsgesellschaften |
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Unterthema |
Beschreibung |
Bewertung |
Zeithorizont* |
Wertschöpfungskette |
Berichtsscope |
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Unternehmenskultur |
Finanzielle Verluste aufgrund unzureichender IT-Sicherheitsmaßnahmen |
Risiko |
K/M/L |
Eigener Bürobetrieb |
Vollkonsolidierte Gesellschaften |
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Unternehmenskultur |
Reputationsschaden infolge von Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen, die unzureichende oder nicht verantwortungsvolle Geschäftspraktiken anwenden, können zu finanziellen Verlusten führen |
Risiko |
K/M/L |
Underwriting: Großkund:innen Veranlagung |
Vollkonsolidierte Gesellschaften |
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Unternehmenskultur, Schutz von Hinweisgeber:innen & Korruption und Bestechung |
Finanzielle Verluste durch Nichterfüllung regulatorischer Anforderungen |
Risiko |
K/M/L |
Eigener Bürobetrieb Underwriting: Privatkund:innen |
Vollkonsolidierte Gesellschaften |
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Politische Einflussnahme und Lobbytätigkeiten |
Beitrag zur politischen und regulatorischen Agenda durch Interessenvertretung, hauptsächlich über Mitgliedschaften |
Tatsächliche positive Auswirkung |
K/M/L |
Eigener Bürobetrieb |
Vollkonsolidierte Gesellschaften |
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Unternehmensspezifische Angabe |
Umweltbezogene, soziale, kulturelle und andere Aktivitäten spiegeln das Engagement des Unternehmens gegenüber seinen Stakeholdern wider. |
Tatsächliche positive Auswirkung |
K/M/L |
Eigener Bürobetrieb |
Vollkonsolidierte Gesellschaften |
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Gegenüber dem Berichtszeitraum 2024 wurden die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Jahr 2025 verdichtet. Darüber hinaus konnten zwei zusätzliche unternehmensspezifische Auswirkungen identifiziert werden, die nun ebenfalls berücksichtigt werden. Die Vienna Insurance Group berichtet über die in den ESRS festgelegten Anforderungen unter ESRS E1 „Klimawandel“, ESRS S1 „Arbeitskräfte des Unternehmens“, ESRS S4 „Verbraucher:innen und Endnutzer:innen“, ESRS G1 „Unternehmensführung“. Ergänzend werden unternehmensspezifische Angaben in den Kapiteln ESRS S1 „Arbeitskräfte des Unternehmens“, ESRS S4 „Verbraucher:innen und Endnutzer:innen“, ESRS G1 „Unternehmensführung“ beschrieben.
Die Geschäftstätigkeit der VIG hat sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf Menschen und Umwelt. Die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen der VIG beeinflussen seit vielen Jahren das Geschäftsmodell, die Wertschöpfungskette, die Strategie und die Entscheidungsprozesse. Dabei ist insbesondere das Nachhaltigkeitsprogramm der VIG hervorzuheben, durch das Nachhaltigkeitsaspekte schrittweise in die Kerngeschäftsstrategie integriert wurden.
Zu den verbraucher:innenbezogenen Aspekten gehören unter anderem informationsbezogene Auswirkungen, die entstehen können, wenn unzureichende oder irreführende Informationen an Kund:innen zu Fehlentscheidungen führen. Um diese Risiken zu minimieren, stellt die VIG eine klare, transparente und verständliche Kommunikation mit Kund:innen sicher. Darüber hinaus trägt die VIG zur gesellschaftlichen Inklusion bei, indem sie den Zugang zu Versicherungsprodukten erweitert, welche die persönliche Widerstandsfähigkeit von Verbraucher:innen und Endnutzer:innen stärken. Damit leistet die VIG einen Beitrag zur Reduktion der Versicherungslücke und zur Stärkung der finanziellen Sicherheit breiter Bevölkerungsgruppen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung der Risikokompetenz (Risk Literacy). Die VIG unterstützt Kund:innen durch Informationskampagnen, Beratungsangebote und Bildungsmaßnahmen dabei, Risiken besser zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Zudem werden Risiken in Zusammenhang mit der persönlichen Sicherheit von Kund:innen berücksichtigt, etwa durch Präventionsprogramme, die Schadensereignisse vermeiden helfen, und durch die Bereitstellung sicherheitsrelevanter Informationen. Potenziell negative Auswirkungen wie z. B. der Verlust von Kund:innendaten werden durch entsprechende Kontrollmechanismen adressiert.
In der VIG gibt es ausschließlich positive Auswirkungen in Bezug auf die Verbesserung des Wohlbefindens der Mitarbeitenden, die Förderung der Vielfalt und ein integrativeres Arbeitsumfeld. Unterschiedliche Erfahrungen und Hintergründe werden wertgeschätzt und tragen zu Kreativität, Motivation und Innovationskraft bei.
Die VIG trägt durch politische Einflussnahme und Lobbytätigkeiten, insbesondere über Mitgliedschaften in Fach- und Branchenverbänden, zur Gestaltung der politischen und regulatorischen Agenda bei. Darüber hinaus fördert die VIG das gesellschaftliche Engagement ihrer Mitarbeitenden und stärkt damit ihre soziale Wirkung.
Weitere Details zu den Auswirkungen, Risiken und Chancen und den entsprechenden Managementansätzen werden in den themenspezifischen Kapiteln beschrieben.
Die Vienna Insurance Group hat in ihrem eigenen Geschäftsbetrieb, im Underwriting und in der Veranlagung Risiken und Chancen. Operationale Risiken inkludieren ungenügende ESG-Offenlegungen, mangelnde Nachhaltigkeitsdaten für die Berichterstattung und mögliche IT-Sicherheitsverletzungen, die u. a. Datenverluste und Reputationsschäden zur Folge haben können. Identifizierbare Klimarisiken sind über Tarifierung und Reservierung im Best Estimate der versicherungstechnischen Rückstellungen enthalten. In den Planrechnungen werden diese identifizierbaren Klimarisiken implizit im Erwartungswert der Cash flows und in der Solvenzkapitalanforderung, welche für den Wertminderungstest herangezogen werden, berücksichtigt (siehe Konzernabschluss unter „Weitere Angaben“ Kapitel „25.5 Geschäfts- oder Firmenwerte“).
In der Veranlagung kann es Unternehmensbeteiligungen geben, die ihre Umweltauswirkungen nicht aktiv kontrollieren. Dies kann zu Markt- und Reputationsrisiken führen. Diese Risiken können zur Reduktion der Zeitwerte von Vermögenswerten und damit gegebenenfalls auch zu Wertminderungen, die im Jahres- und Konzernabschluss zu erfassen sind, führen. Das Bewertungsverfahren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von finanziellen Vermögenswerten ist im Konzernabschluss unter „Weitere Angaben“ Kapitel „25.9 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts“ beschrieben.
Nicht-nachhaltige Investments können aufgrund von veränderten Marktanforderungen oder Vorgaben von Regulierungsbehörden Wertminderungen unterliegen. Daher wird mittel- und langfristig der Fokus darauf liegen, Nachhaltigkeitsaktivitäten der investierten Unternehmen weiter in die Anlageentscheidungen einzubinden. Klimabedingte Risiken, wie beispielsweise die Zunahme von Versicherungsansprüchen aufgrund extremer Wetterereignisse, werden zu Anpassungen der Underwriting-Praktiken und der Reservierung im Zusammenhang mit veränderten Schadenverläufen führen. Diese Risiken werden aktiv durch die versicherungsmathematische Funktion überwacht, um die Übereinstimmung mit den Nachhaltigkeitsrisiken und die finanzielle Belastbarkeit sicherzustellen.
Die VIG adressiert die oben genannten Auswirkungen, Risiken und Chancen über ein breit diversifiziertes Geschäftsmodell, das auf langfristige Stabilität und nachhaltiges Wachstum ausgerichtet ist.
Im Rahmen der unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung wird der aufsichtsrechtliche Gesamtsolvabilitätsbedarf zusammen mit den Solvenzkapitalanforderungen und der verfügbaren Kapitalbasis über den gesamten Planungszeitraum projiziert. Inwieweit mögliche Abweichungen von der geplanten Geschäftsentwicklung die VIG beeinflussen, wird anhand geeigneter Stresstests oder Szenarioanalysen ermittelt. Damit soll sichergestellt werden, dass die VIG auch bei ungünstigen Geschäftsentwicklungen über ausreichendes Kapital zur Deckung ihrer eigenen Verbindlichkeiten verfügt und die aufsichtsrechtlichen Solvenzkapitalanforderungen jederzeit erfüllen kann.
Die Erkenntnisse aus den Projektionen und aufsichtsrechtlichen Stresstests bilden neben weiteren internen Analysen die Grundlage für die Festlegung strategischer Maßnahmen. Im Rahmen der Berichterstattung an den Vorstand der VIG Holding werden die vorläufigen Ergebnisse diskutiert und die Geschäftsplanung der VIG bei Bedarf angepasst. Der Vorstand überprüft die strategische Ausrichtung der VIG anhand der Ergebnisse. Dazu gehören die Geschäftsstrategie, in der die wesentlichen Ansätze zur Erreichung der Ziele festgelegt sind, eine Risikostrategie, in der für die wesentlichen Risiken geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung festgelegt sind, und die Kapitalstrategie, die eine ausreichende Eigenkapitalausstattung im Hinblick auf die definierte Risikotragfähigkeit sicherstellt.
Die Vienna Insurance Group verfolgt seit vielen Jahren ein konservatives Rückversicherungskonzept und sieht den Risikotransfer durch Rückversicherung im Bereich Nichtleben, insbesondere im Bereich der Naturkatastrophen, als eine wesentliche Risikominderungstechnik zum Schutz vor Groß- und Katastrophenereignissen und allfälligen bilanziellen Volatilitäten. Die Rückversicherungsstrategie zeichnet sich durch eine konservative Eigenbehaltsregelung sowie die gezielte Auswahl und begleitende Überwachung von Rückversicherern aus. Die VIG-Versicherungsgesellschaften müssen sich an eine vom Reinsurance Security Committee festgelegte „Security List“ halten. Rückversicherer, die nicht auf dieser Liste stehen, bedürfen einer individuellen Genehmigung durch das Reinsurance Security Committee. Das Konzentrationsrisiko wird im Bereich der Rückversicherung auch durch Diversifikation mitigiert.