Konzernbericht 2025

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Übergangs­plan für den Klimaschutz

Die Vienna Insurance Group hat im Berichtsjahr 2024 einen Übergangsplan für den Klimaschutz (Transition Plan) erarbeitet. Dieser beschreibt den Weg zur Erreichung der Emissionsreduktion auf Netto-Null bis 2050 für die Wirkungsfelder „Underwriting“, „Veranlagung“ und „Bürobetrieb“ aus dem VIG-Nachhaltigkeitsprogramm.

Schritte auf dem Dekarbonisierungs­pfad

2023 – Basisjahr

Ausgangspunkt

Die Treibhausgasemissionen aus dem Basisjahr 2023 dienen als Ausgangspunkt für die Fortschrittsmessung.

Underwriting*

rd. 680.000 Tonnen CO2e

Veranlagung

rd. 1.220.000 Tonnen CO2e **
rd. 40 Kilogramm CO2e/m2 ***

Bürobetrieb

rd. 40.000 Tonnen CO2e

2030

Zwischenziel

Emissionsreduktion um 30 %

Die VIG hat als ersten Meilenstein bis 2030 eine Reduktion der CO2e-Emissionen von rund 30 % im Vergleich zum Basisjahr definiert.

Underwriting*

rd. 490.000 Tonnen CO2e

Veranlagung

rd. 870.000 Tonnen CO2e **
rd. 28 Kilogramm CO2e/m2 ***

Bürobetrieb

rd. 30.000 Tonnen CO2e

2050

Ziel

Emissionsreduktion auf Netto-Null

Im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen verfolgt die VIG das Ziel, die Treibhausgasemissionen in ausgewählten Portfolios bis 2050 auf Netto-Null zu reduzieren.

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* Firmen- und Großkund:innen-Portfolio
** Unternehmensanleihen, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
*** Immobilien

Der Übergangsplan basiert auf dem Nachhaltigkeitsprogramm der VIG. Er hat zentrale Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der VIG und ist in die Governance-Struktur der Gruppe eingebettet.

Mit dem Übergangsplan verfolgt die VIG das Ziel, die absoluten Treibhausgasemissionen im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen zu reduzieren. Zu diesem Zweck hat sich die VIG für einen wissenschaftlich fundierten Netto-Null-Pfad als Referenz für die Zielsetzung entschieden und das vom „Network for Greening the Financial System (NGFS)“ entwickelte Szenario „Net Zero 2050“ ausgewählt, welches mit dem Ziel übereinstimmt, die globale Erwärmung durch strenge Klimarichtlinien und technologische Innovationen auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

Basierend auf diesem Szenario legt der Übergangsplan wissenschaftsbasierte Ziele fest und fokussiert auf das Firmen- und Großkund:innen-Portfolio im Underwriting, auf Unternehmensanleihen, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere in der Veranlagung sowie auf den eigenen Bürobetrieb der VIG.

Im Berichtsjahr wurde zudem ein Teil des Immobilienportfolios der VIG in den Übergangsplan aufgenommen. Als Referenzszenario wurde der in der Immobilienbranche gängige CRREM-Pfad herangezogen, welcher ebenfalls mit dem 1,5-Grad-Ziel übereinstimmt. Anders als bei den übrigen inkludierten Portfolios erfolgt die Messung und Zielsetzung der Emissionen in Intensitäten (kg CO2e/m2).

Die Reduktionsziele der ausgewählten Portfolios gelten auf Gruppenebene und werden auf die einzelnen Gruppengesellschaften umgelegt. Die Treibhausgasemissionen aus dem Basisjahr 2023 dienen als Ausgangspunkt für die Fortschrittsmessung. Basierend auf dem gewählten NGFS-Szenario erfordert der Weg zur Erreichung von Netto-Null bis 2050 für ausgewählte Portfolios eine absolute Reduktion der Treibhausgasemissionen (CO2e) von ca. 30 % (im Vergleich zum Basisjahr 2023) bis 2030. Diese Zielsetzung gilt für die Portfolios Firmen- und Großkund:innengeschäft, Unternehmensanleihen, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie den Bürobetrieb.

Für das Immobilienportfolio hat sich die VIG ein relatives Reduktionsziel von 30 % bis 2030 gesetzt (ausgehend vom Basisjahr 2023). Dieses Zwischenziel stimmt aufgrund begrenzter Einflussmöglichkeiten derzeit nicht mit dem 1,5-Grad-Ziel überein.

Mehr Details finden Sie im Kapitel „Angabepflicht ESRS E1-4“ des Konzernlageberichts.

Dekabonisierungs­hebel

Je Wirkungsfeld wurden wesentliche Dekarbonisierungshebel identifiziert. Diese dienen als Orientierungshilfe und schaffen den Rahmen für konkrete Maßnahmen, sowohl auf Ebene der einzelnen Gruppengesellschaften als auch auf Objektebene (z. B. Veranlagungstitel, Emittent). Die identifizierten Dekarbonisierungshebel sind in nachstehender Tabelle je Wirkungsfeld auszugsweise dargestellt:

Dekarbonisierungshebel

Wirkungsfelder

Dekarbonisierungshebel

Underwriting

  • Reduktion der Risikoübernahme emissionsintensiver Kund:innen ohne ausreichende Übergangspläne oder Reduktionsziele
  • Berücksichtigung der CO2e-Intensität (Netto-Null-Zielintensität der VIG bis 2030) im Neugeschäft
  • Fokus auf Deckung im Bereich erneuerbare Energien
  • Reduktion der Versicherungsdeckung in CO2e-intensiven Branchen durch Ausschlusskriterien in besonders emissionsintensiven Industrien wie beispielsweise der thermischen Kohle
  • Engagement mit Versicherungsnehmer:innen

Veranlagung

  • Wiederveranlagung der Unternehmensanleihen der Top-Co2e-Emittenten mit Laufzeitende vor 2030 in Emittenten mit jeweils durchschnittlicher Co2e-Sektorintensität
  • Berücksichtigung der CO2e-Intensität (Netto-Null-Zielintensität der VIG bis 2030) bei Neuinvestitionen
  • Reduktion von Veranlagungen in hochintensiven Sektoren wie beispielsweise der thermischen Kohle
  • Engagement mit investierten und potenziell investierbaren Unternehmen
  • Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen im Immobilienportfolio
  • Reduzierte Nutzung von emissionsintensiven Heizsystemen und vermehrte Nutzung von Grünstrom im Immobilienportfolio.

Bürobetrieb

  • Ausbau der Nutzung von erneuerbarer Elektrizität
  • Optimierung des Energieverbrauchs für Heizung und Kühlung
  • Umstieg auf emissionsarme oder elektrische Fahrzeuge im unternehmenseigenen Fuhrpark

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